ORF-Bericht über bauportal.at

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Innovativ: Virtueller Rundgang durchs Haus

Ein Unternehmen aus dem Südburgenland macht es möglich auf dem Baugrund virtuell durch das künftige Eigenheim zu gehen, noch bevor die Baumaschinen überhaupt angerückt sind. Eine Technologie, die in Österreich einzigartig ist.

Künftig kann jeder den Bauplan seines Hauses virtuell auf dem Grundstück erleben, wo das Eigenheim künftig entstehen soll. Möglich gemacht wird das durch modernste Computertechnologie, mit einer sogenannten Hololens-Brille und dem entsprechenden Programm. Der Hausplan wird dabei in die Brille projiziert, während man gleichzeitig die Umgebung, also das Baugrundstück wo das Haus entstehen soll wahrnimmt. So wird quasi ein Rundgang durch das künftige Eigenheim möglich. Entstanden ist diese Software im Südburgenland.

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500.000 Euro in Entwicklung investiert

Sechs Jahre lang hat Markus Biehl aus Pinkafeld (Bezirk Oberwart) an dieser virtuellen 3D-Technologie gearbeitet. Rund eine halbe Million Euro hat er in seine Erfindung gesteckt. Man habe damit sämtliche Möglichkeiten, so Biehl. „Wir können die einzelnen Geschosse ein- und ausblenden. Wir können den Maßstab verändern und dann das Haus von einer anderen Perspektive aus betrachten. Man kann dann hineinschauen und das Raumverhältnis direkt erleben“, sagte Biehl.

Die Pläne werden wie sonst auch mittels Computersoftware erstellt

Jeder beliebige Entwurf oder auch der fertige Einreichplan kann in das System hochgeladen und schließlich durch die hochentwickelte Brille visualisiert werden. Den Kunden würde es oft schwerfallen sich das Haus vorzustellen, weil er ja nur ein zweidimensionales Bild habe, so Biehl. „Der Mehrwert im Verkauf ist natürlich, dass man mit dem Kunden durch das Gebäude gehen und er sich das wirklich von Innen anschauen kann. Er kann die Entfernungen abschreiten“, so Biehl.

Durch die Hololens-Brille sieht man den fertigen 3D-Plan direkt vor Ort

Das sei einer der wichtigste Punkt überhaupt, dass man das Gebäude abschätzen könne, sagte Erich Krukenfellner von OK-Haus. „Wie verhält sich das Gebäude auf dem Baugrund? Möchte ich noch eine Einfahrt hinzufügen oder mit dem Haus noch ein bisschen zurück rücken? Da ist uns der Fokus mit unserer Hololens-Entwicklung glaube ich gelungen“, so Markus Biehl.

Quelle ORF Burgenland > hier geht es zum Originalbeitrag

31. Oktober 2018 / by / in ,
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